Pünktlich zum Start des Wintersemesters erscheint Version 9.0 des Entscheidungsnavis. Im Mittelpunkt steht eine grundlegend überarbeitete Zielgewichtung, die Nutzer noch gezielter zu fundierten Zielgewichten führt. Daneben haben wir die Kontoverwaltung sicherer gemacht, das Anlegen neuer Projekte vereinfacht und einige Fehler behoben.
Die Zielgewichtung im fünften Schritt folgt jetzt einem klaren, zweistufigen Ablauf. Zunächst vergeben Nutzer vorläufige Zielgewichte, die anschließend über explizite Trade-offs mit einem Referenzziel präzisiert werden. Ein Trade-off wird dabei über verschiebbare Punkte direkt auf den Skalen der beiden Ziele festgelegt. Zusätzlich kann eine Ungenauigkeit angegeben werden, die als Bandbreite der Zielgewichte in den Robustheitstest einfließt. Zur Kontrolle lässt sich weiterhin jeder Trade-off als numerischer Vergleich, als verbaler Vergleich oder als Indifferenzkurve betrachten. Durch die Umstellung auf einen expliziten Trade-off, statt der vorherigen Angabe über Indifferenzkurven, ergibt sich für Nutzer in vielen Fällen eine bessere Nutzererfahrung bei nachträglichen Änderungen an der Messskala. Bei diesen zeigt das Entscheidungsnavi, welche Auswirkungen diese auf Zielgewichte und Trade-offs haben. In der Sensitivitätsanalyse können die Zielgewichte nun wahlweise pauschal oder über die Trade-offs mit dem Referenzziel variiert werden. In Teamprojekten kann der Moderator ein gemeinsames Referenzziel für die Zielgewichtsaufgaben vorgeben und festlegen, welche Teammitglieder in die Auswertung einbezogen werden. Bestehende Projekte werden selbstverständlich automatisch übernommen.
Neue Konten werden jetzt per E-Mail bestätigt, wahlweise über einen Code oder bequem über einen Link in der Bestätigungsmail, nach dem man direkt angemeldet ist. Eine Änderung der E-Mail-Adresse wird erst wirksam, wenn die neue Adresse bestätigt wurde. So kann sich niemand mehr durch einen Tippfehler aus dem eigenen Konto aussperren. Inhaber noch unbestätigter Konten werden per E-Mail an die Bestätigung erinnert, nach einer Übergangsfrist werden diese Konten deaktiviert. Außerdem werden die persönlichen Einstellungen, etwa zu Sicherheitsabfragen oder zum Assistenten, bei angemeldeten Nutzern im Konto gespeichert und gelten damit auf allen Geräten.
Auch das Anlegen eines neuen Projekts wurde neu gestaltet. Nutzer wählen zunächst, ob sie ein Einzel- oder ein Teamprojekt erstellen möchten, und anschließend die passende Variante: Starter, Educational oder Professional. Jede Option ist kurz erläutert. Im Wirkungsmodell bietet die neue erweiterte Übersicht der Indikatorskalen alle Indikatoren eines Ziels samt Bandbreite, Gewicht, verbalen Kategorien und Beschreibung auf einen Blick, statt jede Beschreibung einzeln aufklappen zu müssen.
Abgerundet wird das Update durch einige Detailverbesserungen und Fehlerbehebungen. Beim Löschen eines Knotens in der Zielhierarchie springt der Fokus nun auf den nächsten Knoten, sodass flüssig mit der Tastatur weitergearbeitet werden kann. Lange Werte in der Reflexion über grundlegende Werte werden vollständig angezeigt, und die Lösch-Symbole sind im gesamten Tool einheitlich gestaltet. Behoben wurden unter anderem ein Fehler, bei dem der Excel-Export Zahlen ab 1.000 verfälschte, sowie ein Problem, bei dem sich duplizierte Alternativen ihre Teamkommentare teilten.
